Biografie
Biografie – Anna Gitschthaler
Die österreichische Sopranistin Anna Gitschthaler lebt in der Schweiz und ist sowohl im Opern- als auch im Konzertfach sowie in spartenübergreifenden Musiktheaterprojekten tätig. 2026 debütierte sie an der Kammeroper Zürich in Don Gregorio als „Gilda Tallemanni“. 2025 war sie als „Berta“ in Rossinis Il barbiere di Siviglia mit dem Orchester Concerto Stella Matutina auf Tournee zu erleben, gab im selben Jahr ihr Rollendebüt als „Fedora“ in Emmerich Kálmáns Die Zirkusprinzessin an der Operettenbühne Bremgarten und wurde als Stipendiatin der Schweizerischen Richard Wagner-Gesellschaft zu den Bayreuther Festspielen eingeladen.
2024 war sie unter anderem als „Roxy“ in Paul Abrahams Roxy und ihr Wunderteam am Stadttheater Murau, als „Josepha“ in Ralph Benatzkys Im Weißen Rössl bei den Serenaden im Hernerpark sowie als „Gabriele“ in Offenbachs Pariser Leben am Theater Arth zu erleben. 2023 sang sie die „Gretel“ in Humperdincks Hänsel und Gretel bei beOPERaction sowie die „Diana“ in Offenbachs Orpheus in der Unterwelt an der Operettenbühne Hombrechtikon. Bereits 2022 debütierte sie als „Prinzessin Laya“ in Abrahams Die Blume von Hawaii am Stadttheater Murau.
Konzertant trat Anna Gitschthaler 2025 mit dem Messiaschor Zürich in Händels Messias sowie mit Camille Saint-Saëns’ Oratorio de Noël in der Klosterkirche Einsiedeln auf. Weitere wichtige Stationen umfassen Dvořáks Stabat Mater, Spohrs Die letzten Dinge, Donizettis und Mozarts Requiem, Brahms’ Ein deutsches Requiem sowie Haydns Die Schöpfung.
Einen bedeutenden Teil ihrer künstlerischen Arbeit bilden eigene Musiktheaterformate. Dazu zählen die 2025 entwickelte szenische Neuinterpretation von Schuberts Winterreise mit Lichtkunst und Rauminstallation, Die Zauberflöte – what else?, eine kammermusikalische Neufassung von Mozarts Oper, die klassische Arien mit musikalischen Hits der vergangenen zwei Jahrhunderte verbindet, sowie das 2022 beim Davos Festival uraufgeführte Projekt #rotkäppchen(2024 im Künstlerhaus Boswil).
Neben ihrer Bühnentätigkeit ist sie in der Musikvermittlung aktiv, unter anderem für das Opernhaus Zürich und die Tonhalle Zürich. Mit dem Familienkonzert „Thorstein und die Riesen“ debütierte sie an der Tonhalle Zürich.
Ihre Ausbildung erhielt Anna Gitschthaler an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei Yvonne Naef, die sie mit Auszeichnung abschloss, sowie in der diemasterclass Zürich bei Sandra Trattnigg. Prägende künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Thomas Hampson, Margreet Honig, Brigitte Fassbaender, Diana Damrau, Ulrike Sonntag, Enrico Maria Cacciari, Michael Richter und Jack Li Vigni.
Sie ist Alumna der Lotte Lehmann Akademie (2020) und der Internationalen Opernwerkstatt des Festivals der jungen Stimmen (2019).